Home / Service & Info / Geschichte & Statistik / Trentiner Zuwanderung
Scherenschleifer2

Trentiner Zuwanderung

 

Vorarlberg erlebte im 19. Jahrhundert, besonders ab 1850, eine zunehmende Industrialisierung in der Textilbranche.

Diese Entwicklung hatte zur Folge, dass der Bedarf an Arbeitskräften mit der einheimischen Bevölkerung nicht mehr gedeckt werden konnte und Arbeitskräfte von außerhalb angeworben wurden. Bis ca. 1880 stammten in Hard bis zu 70 Prozent der Arbeiter aus Deutschland und der Schweiz. Ab den 1890er Jahren kam der größte Teil der Arbeitsmigranten aus dem Trentino bzw. aus dem Königreich Italien. Diese Tendenz setzte sich bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges fort und trug ganz wesentlich dazu bei, dass Hard trotz anhaltender Abwanderung eine Zuwanderungsgemeinde mit einer wachsenden Bevölkerung blieb. Bis 1910 stammten zwei Drittel der 1500 Zuwanderer aus dem Trentino. Zeitpunkt und Ziel der Zuwanderung richtete sich in hohem Maße nach dem Umfang des heimischen Arbeitskräftepotentials im Verhältnis zur Nachfrage der einzelnen Fabriken. Schon vor dieser großen Zuwandererwelle kannte man hier zu Lande saisonale Wanderarbeiter aus dem Trentino, die unter anderem als Weinhändler, Krämer oder Scherenschleifer im Land umherzogen.

Fabrik Stoffdruck
Bau des Rheindamm
Jennyhäuser an der Landstraße
Kammgarn Spinnerei
Fabrik Kammgarn
Arbeiter vor den Reihenhäusern