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Staatspreis für die Schule am See

 

Für ihr Bildungskonzept wurde die Schule am See mit dem erstmals vergebenen Staatspreis „Innovative Schulen“ ausgezeichnet.

191 Schulen haben – trotz besonders intensiver Zeiten durch die Corona-Krise – für den Staatspreis „Innovative Schulen“ eingereicht. Das Rennen um den Staatspreis und ein Siegerpreisgeld von 50.000 Euro machte schließlich die Schule am See.  Die Schulleiter Ulla Riedmann und Christian Grabher nahmen den Preis am 21. September in der Expedithalle von Bildungsminister Heinz Faßmann und dem Vorstand der Innovationsstiftung für Bildung, Jakob Calice, entgegennehmen.

Jahrgangsübergreifendes Lernen
Die gemeinsam geführte Volks- und Mittelschule überzeugte die Jury durch viele herausragende Ansätze und Konzepte, vor allem aber durch das perfekt abgestimmte Zusammenspiel ebendieser in einer langfristigen Gesamtstrategie. 

Diese Strategie fußt auf einer umfassenden, mehrjährigen Evaluation durch die Universität Göttingen. So wurde das im Jahr 2018 eröffnete Schulgebäude beispielsweise nach intensiver Planungsphase und unter enger Einbindung der Schule und nach den pädagogischen Anforderungen des Schulteams erbaut und vereint nun drei „Lernhäuser“, in denen Volks- und Mittelschule nicht nur nebeneinander, sondern miteinander unterrichtet werden. Die Kinder lernen in den Jahrgangsstufen eins bis drei, vier bis sechs und sieben und acht jahrgangsübergreifend. Besonders spannend ist dabei der schulstufenübergreifende Unterricht der vierten bis sechsten Schulstufe, der die besonders sensible Phase von Primar- zu Sekundarstufe umfasst. 

Individualisierung
Die Einrichtung freier Lernphasen in Lernbüros bietet Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, individuell und kompetenzorientiert Aufgaben zu lösen und dabei je nach Bedürfnis unterstützt zu werden. Außerdem ergänzen Lernentwicklungsberichte und Lernentwicklungsgepräche das klassische Kind-Eltern-Gespräch. 

Sozialkompetenz und Integration
Sozialkompetenz und Integration werden in Hard großgeschrieben. Durch die Durchmischung der Altersstufen erfahren Schülerinnen und Schüler Vielfalt und spüren, dass Andersartigkeit normal und richtig ist – die Inklusion von Kindern mit besonderen Bedürfnissen, anderer Erstsprache als Deutsch (rund 41% der Schkinder) und Hochbegabungen passiert auf allen Schulstufen völlig natürlich, wie eine Lehrkraft positiv hervorhebt. Eigens ernannte Streitschlichterinnen und -schlichter helfen, wenn es dann doch einmal ein Problem gibt. 

Die Vernetzung hört in Hard aber nicht im Schulgebäude auf, auch mit Kindergärten, anderen Schulen sowie Firmen, Vereinen und der Wirtschaftskammer wird eng kooperiert.

Der Staatspreis „Innovative Schulen“ (vormals Österreichischer Schulpreis bzw. Staatspreis für Schule und Unterricht) wird künftig alle zwei Jahre gemeinsam vom Bildungsministerium und der Innovationsstiftung für Bildung (ISB) verliehen. Bewertet werden die fünf Qualitätskategorien Unterrichtsqualität, Lebensraum Klasse und Schule, Qualitätsmanagement bzw. Ergebnisse und Wirkungen sowie Schulpartnerschaft und Außenbeziehungen. Einreichen können alle öffentlichen und privaten Schulen jeden Schultyps