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Parkraummanagement wird angepasst

 

Wie in den weiteren sechs plan b-Gemeinden, wird im kommenden Jahr auch in Hard eine Anpassung des Parkraummanagements erfolgen. Das wurde in der Sitzung der Gemeindevertretung am 23. September beschlossen. Wir informieren, was sich ändern wird.

Zugeparkte Parkflächen, wildes Parken in den Seeanlagen und Dauerparker im Zentrum waren in Hard bis vor wenigen Jahren keine Seltenheit. Das änderte sich, nachdem im Mai 2018 in enger Abstimmung mit den weiteren plan b-Gemeinden das Parkraummanagement mit bewirtschafteten Parkplätzen und Kurzparkzonen eingeführt wurde. 

Positive Auswirkungen
Bisherige Auswertungen zeigen, dass diese Maßnahme in mehrerlei Hinsicht positive Auswirkungen auf das Verkehrs- und Parkgeschehen in Hard hatte. So konnte die knappe Zahl an Parkplätzen im Ortszentrum von Dauerparkern freigehalten und somit besser verfügbar gemacht werden. Gleichzeitig hat sich die Verkehrssicherheit und Aufenthaltsqualität verbessert. 

Außerdem wurden mit dem Parkraummanagement Anreize zum Umstieg auf Fahrrad, öffentliche Verkehrsmittel und Fahrgemeinschaften geschaffen, die auch gerne angenommen wurden. Das belegt auch eine Erhebung unter den Gemeindebediensteten: War im Jahr 2016 für 39% der Gemeindemitarbeiterinnen und -mitarbeiter das Auto noch das Verkehrsmittel der Wahl, sind es heute nur mehr 21%. Im selben Zeitraum stieg die Zahl jener Bediensteten, die öffentliche Verkehrsmittel bevorzugen von 8 auf 13%, und die Zahl jener Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die besonders umweltfreundlich mit dem Rad unterwegs sind, von 45 auf 50%.

Was ändert sich? 
. Anpassung des Parktarifs ab Jänner 2022: Über dreieinhalb Jahre nach seiner Einführung wird der Parktarif per Jänner 2022 nun erstmals angepasst. Diese Anpassung erfolgt Hand-in-Hand mit den weiteren sechs plan b-Gemeinden und in Abstimmung mit einer landesweiten, einheitlichen Anpassung der Tarifgebühren. Der Stundentarif erhöht sich damit von 1,1 Euro auf 1,4 Euro. 

. Ausweitung der Parkzonen: Im Zuge der Einführung des Parkraummanagements wurden im ersten Schritt nicht alle Parkflächen in Hard in das System einbezogen. In Hard betraf dies etwa die Parkplätze am Margarethendamm, sowie beim Tennisplatz und beim Waldstadion. Sie werden – im Gleichklang mit der achnahen Bewirtschaftung in Lauterach und der Ausweitung des Parkraummanagements in Bregenz auf das gesamte Stadtgebiet – im Laufe des kommenden Jahres in die Parkabgabeverordnung aufgenommen, um auch hier einen Anreiz zu schaffen, auf umweltfreundliche Mobilität umzusteigen.

Sportlich zum Sport: Gerade die beiden Parkplätze beim Tennisplatz und beim Waldstadion werden hauptsächlich von ortsansässigen Personen bzw. Vereinsmitgliedern und bei guter Witterung benutzt. Es handelt sich somit um Wege, die in vielen Fällen sehr gut mit dem Fahrrad oder dem E-Bike zurückgelegt werden können. 

. Harmonisierung von gebührenpflichtigen Parkzeiten: Mit der Anpassung des Parkraummanagements ist eine Harmonisierung der gebührenpflichtigen Parkzeiten bei den Schulen und der Sporthalle am See verbunden. Gebührenpflicht besteht dann von 8 bis 20 Uhr. Rechnet man die 90 Minuten Gratisparken mit ein, besteht somit im Grunde nur bis 18.30 Uhr Gebührenpflicht.

. Einführung von EcoPoints-Parken: Für Arbeitspendlerinnen und -pendler wird es die Möglichkeit zum pauschalierten Tagesparken mittels EcoPoints geben. Das Halbtagesparken wird voraussichtlich um 60 Cent möglich sein, das Ganztagesparken um 1,2 Euro. 

Auch für ehrenamtlich tätige Vereinsfunktionäre, wie z. B. Vorstandsmitglieder oder Trainerinnen bzw. Trainer, kann Ecopoints-Parken eine durchaus interessante Option sein. Weiterführende Informationen auf www.ecopoints.at 

Weiterhin 90 Minuten Gratisparken
Damit Harderinnen und Harder tägliche Besorgungen wie Einkaufen oder Arztbesuche wie bisher bequem erledigen können, bleibt das Parken in den ersten 90 Minuten auch weiterhin kostenfrei. 

Was passiert mit den Einnahmen aus den Parkgebühren?
Die Einnahmen aus den Parkgebühren werden zum einen zur Errichtung, Sanierung und Instandhaltung von Parkplätzen eingesetzt. Pro Jahr liegen die Kosten dafür zwischen 263 und 305 Euro je Stellplatz.

Zum anderen werden die Einnahmen in Maßnahmen für nachhaltige Mobilität investiert, beispielsweise den weiteren Ausbau des Radwegenetzes.