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Poserszene

Umfangreiches Maßnahmenpaket gegen Raser, Poser und Müll

 

In den vergangenen Wochen nahm in unserer Gemeinde die sogenannte Poser- und Raser-Szene leider wieder sprichwörtlich an Fahrt auf. Bürgermeister Martin Staudinger hat umgehend eine Task-Force zur Lösung der Problematik einberufen. Es wurde ein umfangreiches Maßnahmenpaket geschnürt, um dieser Entwicklung konsequent entgegenzuwirken.

Bereits im vergangenen Jahr wurden Maßnahmen gegen die Poser- und Raserszene gesetzt. Die Ausleuchtung des Parkplatzes beim Zollhafen mittels zusätzlicher Scheinwerfer, der Einsatz von Videokameras und die Installation von Schrankenanlagen bei den Parkplätzen haben leider nur teilweise und temporär Linderung gebracht. Daher hat Bgm. Martin Staudinger sofort nach Kenntnisnahme der neuesten Entwicklungen eine Task-Force einberufen. „Es gilt dieses Thema sehr ernst zu nehmen und auf allen Ebenen Lösungsansätze zu verfolgen“, so das Gemeindeoberhaupt.

Bundes- und Gemeindepolizei gemeinsam
Die Bundespolizei und die 2020 eingeführte Gemeindepolizei agieren nun gemeinsam und werden einen Schwerpunkt auf die Poserszene setzen. Durch konsequente Diensteinteilung werden zu den bekannten Hauptzeiten verstärkt Kontrollen durchgeführt. Dabei werden nicht nur Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt, sondern auch Corona-Bestimmungen, wie das Tragen einer Maske im Fahrzeug oder der technische Zustand der Fahrzeuge kontrolliert. 

Diese verstärkten Kontrollen führen auch zu deutlich mehr Strafen. Dies zeigte sich bereits an den vergangenen Wochenenden, an denen jeweils rund 20 Strafen ausgestellt wurden. Neben den direkt bezahlten Organstrafmandaten erfolgen auch Anzeigen an die Bezirkshauptmannschaft, die höher ausfallen.

Höhere Strafen
Die Höhe der Strafen bei Gesetzesübertretungen wurde nach oben angepasst. Als Beispiel sei hier das sogenannte „Burnout“ (durchdrehende Reifen) genannt, das statt der bisher in Vorarlberg üblichen 50 Euro nun mit mindestens 100 Euro geahndet wird, in besonderen Fällen auch mit einem höheren Strafbetrag. Generell reicht die Strafhöhe je nach Delikt von 30 bis 250 Euro. Geahndet werden auch Vergehen nach dem Litteringsgesetz (Vermüllung).

Erfassung von Wiederholungstätern
Bei Anzeigen an die BH wird die Gemeinde künftig verstärkt auf Wiederholungstäter hinweisen. Zusätzlich werden betroffene Lenker ausgeforscht, und es wird auf bereits existierende Vormerkungen geachtet. Damit drohen unverbesserlichen Rasern weitaus höhere Strafen. Bei wiederholten Anzeigen, z.  B. bei durchdrehenden Reifen, wird die BH künftig auch die Möglichkeit der Anordnung einer verkehrspsychologischen Untersuchung prüfen.

Schranke schließt um 20 Uhr
Als Sofortmaßnahme wurde die Schließung der Schranken beim Zollhafen-Parkplatz von 22 Uhr auf 20 Uhr vorverlegt. Das erschwert das Einfahren nach 20 Uhr und ermöglicht es der Polizei zu handeln. Das Einfahrtsverbot ab 20 Uhr wurde auch für die Parkplätze Seepark und Schule am See verordnet.

Radarbox an der Seestraße
Eine fixe Radarbox an der Seestraße soll in diesem besonders betroffenen und sensiblen Bereich wirksam die Geschwindigkeit kontrollieren. Die Installierung ist bereits in Planung.

Mehr Müllkübel
Teil des Littering-Problems ist auch, dass aufgrund der coronabedingten „to go“-Essensaufnahme mehr Müll anfällt. Gerade an vielbesuchten Stellen am See, gab es deshalb das Problem überfüllter Müllkübel. Auf Anordnung des Bürgermeisters hat daher der Bauhof zusätzliche Müllkübel aufgestellt, in denen verantwortungsbewusste Bürgerinnen und Bürger ihren Müll entsorgen können.

Unterstüttzung durch McDonald‘s
Das Team von McDonald‘s Hard ist sich seiner Verantwortung bewusst und unterstützt den Bauhof Hard bei der Müllbeseitigung auf nahegelegenen Parkplätzen. Kundinnen und Kunden, die McDonald‘s-Müll zurückbringen, erhalten überdies ein Gratis-Getränk. 

Helfen Sie mit!
Um rasch handeln zu können, ersucht die Gemeinde Hard, Wahrnehmungen sofort und unmittelbar der Gemeinde-polizei (T 05574/697-133) zu melden.