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Hohentwiel und MS Oesterreich fahren unter gemeinsamer Flagge

 

Mit der Vertragsunterzeichnung am 1. Juni wurden die Hohentwiel und die MS Oesterreich unter dem Dach der gemeinsamen Betreibergesellschaft „Historische Schifffahrt Bodensee GmbH“ zusammengeführt. Damit ist auch ihr Standort in Hard für die Zukunft gesichert. 

Die Weichen für eine gemeinsame Betreibergesellschaft der beiden historischen Schiffe Hohentwiel und Oesterreich wurden am 27. Mai in der Sitzung der Gemeindevertretung gestellt: 32 der 33 Gemeindemandatarinnen und -mandatare stimmten für die Verträge zur Neukonzeption der künftigen Betreibergesellschaft. Davor hatten bereits die weiteren Beteiligten – der Hohentwiel-Verein, die Museumsschiff Oesterreich GmbH und die Schweizerische Bodenseeschifffahrt – dem neuen Konzept zugestimmt. 

An Bord der MS Oesterreich erfolgte am 1. Juni die Unterzeichnung der Verträge durch die nunmehrigen Gesellschafter der „Historischen Schifffahrt Bodensee GmbH“ . Der Beginn der neuen Ära wurde anschließend mit dem gleichzeitigen Ertönen der Nebelhörner beider Schiffe weithin hörbar kundgetan und bei einem Apéro gefeiert. 

Schlanke Gesellschaftsstruktur
Mit der Entscheidung für die „Historische Schifffahrt Bodensee GmbH“ ist es Bürgermeister Martin Staudinger gelungen, jahrelange Querelen zwischen Geschäftsführung und Aufsichtsrat der Hohentwiel und der Oesterreich zu beenden. Auch konnte das unüberschaubare Konstrukt aus Vereinen, mehreren GmbHs und Dienstleistungsverträgen auf eine gemeinsame Betreibergesellschaft verschlankt werden. 

Nunmehr gibt es alles aus einer Hand – die Vermarktung und die Nautik ebenso, wie die Gastronomie, hatte Bgm. Martin Staudinger nach seinem Amtsantritt im vergangenen Herbst doch endlich die nötigen Konsequenzen aus einem Rechnungshofbericht von 2016 gezogen und die kritisierte Gastro GmbH noch im Dezember 2020 aufgelöst.

Geänderte Mehrheitsverhältnisse
Mit der neuen Betreibergesellschaft haben sich auch die Mehrheitsverhältnisse geändert. Die Eigentümer der beiden schwimmenden Juwele sind zu jeweils 35% Gesellschafter der „Historischen Schifffahrt Bodensee GmbH“, die Schweizerische Bodensee-Schifffahrtsgesellschaft hält 20% und die Gemeinde Hard ist mit 10% beteiligt. 

Die strategische Minderheitsbeteiligung sichert die Interessen der Marktgemeinde Hard. Ohne ihre Zustimmung kann die neue Betreibergesellschaft nicht verlagert werden. Damit sind 30 Arbeitsplätze in Hard gesichert. Zudem sind langfristige Liegeplatzverträge vereinbart. Dies bringt auch Geld in die Gemeindekassa. 

Heimathafen Hard gesichert
„Mit der Entscheidung für die neue Gesellschaftsstruktur sind beide Schiffe, Hohentwiel und Oesterreich, am Hafen-Standort Hard am Bodensee gesichert. Die Gesellschafter verbinden den Erhalt des Kulturgutes der historischen Schiffe mit gleichzeitig wirtschaftlicher Führung. Hard bietet dafür den idealen Heimathafen“, erklärt Bürgermeister Martin Staudinger abschließend.