Home / Service & Info / Geschichte & Statistik / Harder Schwabenkinder

Harder Schwabenkinder

 
Schwabenkinder

Das Schwabengehen:
„Daheim war nirgends kein Verdienst“ – so charakterisierte Hermann Mangott aus Tirol, eines der letzten Schwabenkinder, im Alter von 80 Jahren die Gründe für das Schwabengehen. Als Schwabenkinder oder Hütekinder werden die Kinder armer Bergbauernfamilien aus den Alpen bezeichnet, die seit dem 17. Jahrhundert bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts alljährlich nach Oberschwaben zogen, um auf „Hütekindermärkten“ als Saisonarbeitskräfte an oberschwäbische Bauern vermittelt zu werden. Auch Harder Kinder wurden ins „Schwabenland“ zur Saisonarbeit geschickt.

Sechs Jahrzehnte nachdem die letzten Schwabenkinder auf Wanderschaft gehen mussten, begibt sich nun ein EU-gefördertes Projekt auf ihre Spuren und verbindet die Herkunftsgebiete der Kinder im Alpenraum mit ihrem ehemaligen Arbeitsplatz in Oberschwaben.

Textquelle: www.schwabenkinder.eu/de/aktuelles