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Hafenentwicklung - Architekturbüros zu Gast

 

Zukunftsbilder für Hard gesucht

Die Marktgemeinde Hard geht innovative Wege in der Weiterentwicklung ihres Hafenquartiers: Im Rahmen eines neuartigen Beteiligungsprozesses, der Ende des vergangenen Jahres gestartet wurde, sind gestern und heute Vertreterinnen und Vertreter von vier internationalen und renommierten Planungsbüros zu Gast in Hard. Deren Ziel ist es, sich ein persönliches Bild von der Bodenseegemeinde und dem Hafenquartier im Speziellen zu machen.

Gemeinsam mit Einheimischen erkunden die angereisten SpezialistInnen der Büros Urban Agency, Dow Jones Architects, Snøhetta und Avanto Architects das Harder Hafengebiet, weitere ausgewählte Orte und Einrichtungen in Hard und erhalten Informationen und Auskünfte zu den örtlichen Gegebenheiten. Neben den vorhandenen Grundlagen zur räumlichen Entwicklung der Gemeinde, die etwa im Räumlichen Entwicklungskonzept von 2016 festgehalten sind, werden die gewonnenen Eindrücke durch eine qualitative Beschreibung der erwarteten Ergebnisse des anstehenden Kreativprozesses ergänzt. Im Frühjahr findet dann eine Entwicklungswerkstatt mit einer ExpertInnengruppe aus Hard statt, die ein wichtiges Bindeglied für den daran anschließenden Bürgerbeteiligungsprozess darstellt.

Gemeinwohl für künftige Generationen im Mittelpunkt
"Wir wollen die Komfortzone verlassen und ein großes Bild von Hard für die Zukunft zeichnen. Speziell an einem der schönsten Orte des Landes - unserem Hafengebiet - sind wir das uns und den folgenden Generationen schuldig. Darum wollen wir keine einzelnen, kleinen Reparaturen machen, sondern ein Zukunftsbild erarbeiten, das möglichst viele Harderinnen und Harder mitgestalten und damit tragen. Gerade in einer Zeit, in der Gemeinden auch finanziell tagtäglich vor großen Herausforderungen stehen, dürfen wir nicht außer Acht lassen, dass wir uns um eine enkeltaugliche Basis für die Lebensqualität von morgen zu kümmern haben. Der Prozess ist als nachhaltige Investition in die Zukunft zu verstehen. Von den internationalen Planungsbüros erwarte ich mir kraftvolle und mutige Visionen für das Hard von morgen. Gemeinsam mit den Harderinnen und Hardern werden wir alle Anstrengungen unternehmen, um daraus ein realistisches und motivierendes Bild für das Hafenquartier von morgen zu machen und nach den gegebenen Möglichkeiten schrittweise umzusetzen. Darauf freue ich mich schon sehr", beschreibt Bürgermeister Harald Köhlmeier die Intentionen für das gewählte Verfahren.

"Lust auf Hards Zukunft machen"
"Die Harder Gemeindevertretung agiert mit diesem Prozess sehr umsichtig und zukunftsorientiert. Aktuell besteht die außergewöhnliche Chance, eine ganzheitliche Gemeindeentwicklung mit zukunftsträchtigen, realistischen Bausteinen zu ermöglichen. Der von uns zu diesem Zweck entwickelte Prozess ist nunmehr aufgegleist und sieht als zentralen Baustein die breite Einbindung der Harderinnen und Harder vor", analysiert Regionalplaner Wolfgang Fiel. "Ich wiederhole sehr gerne: Der gesamte Prozess fördert eine breite und informierte Beteiligung der Harderinnen und Harder und ist darüber hinaus in die gesamte Gemeindeentwicklung eingebettet. Das heißt, Schulzentrum am See, Dorfzentrum und Hafenquartier werden gesamtheitlich betrachtet.", spricht Köhlmeier von der einmaligen Chance für die Zukunft von Hard und das Leben am See und führt weiter aus: "Wir machen die Harder Bevölkerung zu Planungsexperten ihrer eigenen Zukunft. Wir wollen Lust auf die Zukunft Hards machen."

Factbox zu den Planungsbüros
Die vier international angesehenen Planungsbüros verfügen allesamt über erfolgreiche Projektumsetzungen mit dem Element Wasser und in unterschiedlichen Planungsmaßstäben. Gleichzeitig zeichnet sie ein gutes Auge für regionale Gegebenheiten aus:

Urban Agency
vielfach ausgezeichnetes Architekturbüro mit Büros in Kopenhagen, Dublin und Lyon. Die vier Partner Maxime Laroussi, Andrew Griffin, Henning Stüben und Heechan Park sind für laufende Projekte in Europa, Asien und Nord Afrika verantwortlich. Urban Agency begegnet den gegenwärtigen Herausforderungen im städtischen und ländlichen Raum mit der Entwicklung pragmatischer, sensibler und qualitativer hochwertiger Lösungen. Im Kontext von Hard: Uferzonen-Projekte in Kopenhagen und Faaborg.

Dow Jones Architects
mehrfach ausgezeichnetes Architekturbüro in London; seit der Gründung im Jahr 2000 ist eine große Brandbreite unterschiedlicher Projekte im privaten, öffentlichen und kommerziellen Sektor für Auftraggeber wie der Greater London Authority, Design for London oder Tate Britain entstanden. Dow Jones Architects haben eine spezielle Reputation im Umgang mit sensiblen Orten am Land, in der Stadt, denkmalgeschützten Gebäuden, Schutzzonen oder UNESCO Weltkulturerbe-Stätten. Im Kontext von Hard: Projekte in außergewöhnlichen natur- und stadträumlichen Kontexten.

Snøhetta
international renommierte und vielfach ausgezeichnete Praxis für Architektur, Landschaftsdesign, Innenarchitektur und Markendesigns mit Büros und Studios in Oslo, New York, San Francisco und Innsbruck. Mit ihren Projekten versuchen sie den Geist des Ortes, dessen Identität und das Verhältnis zu den Mitmenschen und der Umgebung zu verstärken. Im Kontext von Hard: Entwicklung Uferzone Oslo.

Avanto Architects
2004 von Ville Hara und Anu Puustinen in Helsinki gegründet; Avanto Architects arbeiten an Projekten unterschiedlichsten Maßstabs für Kommunen, Firmen und Private. Die Natur ist ein essentieller Bestandteil ihrer Entwurfsphilosophie, sowohl was die Beziehung von Architektur und Landschaft betrifft, als auch deren Erhalt für zukünftige Generationen. Im Kontext von Hard: Uferzonen-Projekte in Finnland.

Factbox zu den Prozessbegleitern

Wolfgang Fiel
Geboren 1973 in Alberschwende; Architekturstudien in Wien und London;
Doktorat zum Thema „Partizipative Aneignungs- und Beteiligungsprozesse.“
Unterrichtet aktuell an der Universität für angewandte Kunst in Wien und ist Co-Direktor des Institute für cultural policy mit Sitz in Wien.
Autor und Herausgeber zahlreicher Publikationen und Kurator der internationalen Wanderausstellung „Getting Things Done: Evolution of the Built Enviroment in Vorarlberg.“

Franz Schmidt
Geboren 1959 in der Steiermark; Studium der Betriebswirtschaft mit den Schwerpunkten Strategische Unternehmensführung und Organisationsentwicklung, Lehraufträge an den Universitäten Wien, Klagenfurt und an der FH Salzburg, Mitglied AIEST, 1997 Gründungsgesellschafter der invent GmbH Wien, 2013 geschäftsführender Gesellschafter. Im Wirksystem von Innovation, Strategie und Marke agiert er als Brückenbauer zwischen Wirtschaft und Gesellschaft zu Netzwerken aus Wissenschaft, Technologie, Kunst, Kultur und kreativer Gestaltung.