Bauverfahren

 

Vorprüfung

Vor der Eingabe eines Bauvorhabens kann ein Vorprojekt zur Vorprüfung eingereicht werden. Im Rahmen der Vorprüfung wird festgestellt, ob dem Vorhaben eine Verordnung nach dem Raumplanungsgesetz oder offensichtlich unbehebbare Hindernisse hinsichtlich der im § 4 BauG (Verbindung zu einer öffentlichen Verkehrsfläche, Wasserversorgung, Beseitigung von Abwasser und Oberflächenwasser, Vermeidung von Naturgefahren), im § 10 BauG (Kinderspielplätze, Grünflächen), im § 12 BauG (Stellplätze) und im § 17 BauG (Orts- und Landschaftsbild) geforderten Voraussetzungen entgegenstehen.

Baubewilligung

Bauvorhaben wie die Errichtung und wesentliche Änderung von Gebäuden, Werbeanlagen u.ä. und Vorhaben, die eine Abstandsnachsicht benötigen, sind bewilligungspflichtig laut § 18 BauG LGBl. Nr. 52/2001 idgF. Die rechtskräftige Baubewilligung muss vor Beginn der Errichtung des Bauvorhabens vorliegen. Die Baubewilligung bescheinigt die gesetzeskonforme Planung eines Bauvorhabens und ermächtigt zu dessen Ausführung. Kleinere Bauvorhaben, wie die Errichtung von kleineren Gebäuden (z.B. Geräteschuppen u.ä.), Bauwerken, straßenseitige Einfriedungen, Abbruch von Gebäuden u.ä. sind nur anzeigepflichtig, laut § 19 BauG LGBl. Nr. 52/2001 idgF.

Meldung über die Vollendung des Bauvorhabens

Die Vollendung von bewilligungspflichtigen Bauvorhaben ist der Behörde vom Bauherrn innerhalb von zwei Wochen schriftlich zu melden. Dieser Fertigstellungsmeldung sind insbesondere die in der Baubewilligung angeführten Befunde bzw. Nachweise anzuschließen. Bei Bauvorhaben, die bewilligungspflichtig sind und deren Vollendung daher meldepflichtig ist, ist die Benützung erst ab Vorliegen der Meldung einschließlich allenfalls der Behörde vorzulegender Befunde bzw. Nachweise zulässig.

Mit der Meldung über die Vollendung übernimmt der Bauherr der Behörde gegenüber die Verantwortung für die der Baubewilligung entsprechende Ausführung des Bauvorhabens, wobei die Einhaltung der Baubewilligung auch die Einhaltung der vorgeschriebenen Auflagen und Bedingungen mitumfasst. Ungeachtet dessen ist die Behörde weiterhin berechtigt, jederzeit zu überprüfen, ob die Bauausführung der Baubewilligung entspricht.

Eine Wohnsitzanmeldung in Ein- und Mehrfamilienhäusern im zentralen Melderegister (ZMR) ist erst dann möglich, wenn die Vollendung des fertiggestellten Bauvorhabens gemeldet wurde und die Wohnungsdaten vollständig im Adress-, Gebäude- und Wohnungsregister (AGWRII) eingetragen und freigegeben worden sind.

Das dazugehörige Formular der Bauvollendungsmeldung finden Sie unter: www.hard.at/de/formulare-bauen-und-wohnen