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Regionales ASZ Königswiesen in Betrieb

 

Am 4. März 2019 ging das neue regionale Altstoffsammelzentrum (ASZ) Königswiesen in Lustenau als Kooperation der Gemeinden Hard, Fußach, Höchst, Gaißau und Lustenau in Betrieb. Die rund 50.000 EinwohnerInnen der fünf Gemeinden  können hier wöchentlich an 46 Stunden über 30 verschiedene Abfall- und Altstofffraktionen abgeben – ein spürbares Mehr an Servicequalität und deutliche Vorteile für Umwelt und Ressourcen. Über Details dazu informiert eine eigene Broschüre, die in den kommenden Wochen an die Haushalte in den fünf Gemeinden verteilt wird. Ihr liegt auch der Antrag für die ASZ-Karte bei.

Die fünf Gemeinden Hard, Fußach, Höchst, Gaißau und Lustenau starteten am 4. März den Betrieb ihres gemeinsamen, regionalen Altstoffsammelzentrums (ASZ). Es liegt auf dem Areal von Loacker Recycling in Lustenau (ehem. Fa. Häusle) und wird im Auftrag der Gemeinden auch von diesem Unternehmen betrieben. An 46 Stunden pro Woche (Montag-Freitag von 07:00-11:45 Uhr und 13:00-16:45 Uhr, Samstag von 08:30-11:45 Uhr) können hier über 30 verschiedene Abfall- und Altstofffraktionen abgegeben werden. Harder Haushalte erhalten dazu in den kommenden Wochen von der Gemeinde zusammen mit dem Gelben Sack eine eigene Infobroschüre und auch das Antragsformular für die ASZ-Karte, mit der bei der Abgabe im ASZ die regionalen Tarife genutzt werden können. Bis dahin kann man bei Abgabe von Altstoffen im ASZ Königswiesen auch direkt vor Ort ein Anmeldeformular ausfüllen und erhält dann umgehend die ASZ-Kundenkarte ausgehändigt. Das Formular steht weiters hier zum Download und Ausdrucken bereit und kann dann bei Erstanlieferung von Altstoffen ausgefüllt im ASZ Königswiesen abgegeben werden. 

ASZ ergänzt bewährte Sammelschienen
„Das neue Altstoffsammelzentrum ergänzt als zentraler Abgabeort für verschiedenste Abfälle und Altstoffe die bewährten Sammelschienen in den Gemeinden und bei den Haushalten“, erläutern die Bürgermeister Harald Köhlmeier (Hard), Kurt Fischer (Lustenau), Ernst Blum (Fußach), Reinhold Eberle (Gaißau) und Herbert Sparr (Höchst) die Beweggründe. Kundenfreundliche Annahmezeiten sowie ausreichend Platz und gute Beschilderung tragen zur Qualität bei. Bei Bedarf beraten die MitarbeiterInnen vor Ort. „Über diese regionale Kooperation wird eine Servicequalität möglich, die sich eine einzelne Gemeinde kaum leisten kann“, so die Vertreter der Gemeinden bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung.

Gemeinden beauftragen Fa. Loacker Recycling mit ASZ-Betrieb
Anders als in anderen Regionen betreiben die Gemeinden das ASZ nicht selbst. Auf Basis einer Ausschreibung wurde die Fa. Loacker Recycling mit dem Betrieb des ASZ beauftragt. „Wir freuen uns, dass wir ab sofort diese verantwortungsvolle Aufgabe für die fünf Gemeinden übernehmen dürfen. Als heimischer Recycling-Experte bieten wir der Region in dieser wichtigen kommunalen Aufgabe unsere langjährige Erfahrung und eine moderne Infrastruktur, um dieses Vorhaben erfolgreich und kostengünstig umzusetzen. Auf dem Areal in Königswiesen ist ausreichend Platz vorhanden und die Altstoffe können ohne weitere Zwischentransporte direkt vor Ort umgelagert werden“, unterstreicht Karl Loacker, Geschäftsführer von Loacker Recycling.

Vorarlberg: BürgerInnen in 23 Gemeinden haben Zugang zu ASZ
Knapp ein Viertel der Vorarlberger Bevölkerung haben derzeit Zugang zu einem kommunalen oder regionalen Altstoffsammelzentrum. Inklusive Königswiesen sind aktuell sechs ASZ in Betrieb, davon fünf als regionale Kooperationen. Ein weiteres wird derzeit im Vorderland für elf Gemeinden gebaut, andere Regionen sind in verschiedenen Stadien der Planung.

Die Erfahrungen mit solchen Einrichtungen sind durchwegs positiv: Trotz manchmal längerer Wege für einzelne Gebiete sind Sammelmengen, Recyclingquote und Trennqualität höher. Auch die Qualität für die BürgerInnen steigt: „Gut geführte Altstoffsammelzentren erleichtern und unterstützen den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen“, stellt Herbert Koschier, Geschäftsführer des Umweltverbandes, fest. 

ASZ als Beitrag zu Lebensqualität und Nachhaltigkeit
Für die fünf Gemeinden und den Umweltverband ist das neue ASZ Königswiesen daher ein wichtiger Schritt. Es ist das ASZ mit dem größten Einzugsbereich in Vorarlberg: Über 50.000 Menschen leben in den beteiligten Gemeinden. Allein an Sperrmüll fallen in der Region rund 900 Tonnen pro Jahr an. Wichtig sind jedoch auch kleinere Mengen: Ein Beispiel sind im Öli gesammelte Speiseöle und -fette, aus denen Ökostrom erzeugt wird. Eine deutlich bessere Alternative, denn werden Öle und Fette z.B. falsch über den Ausguss entsorgt, verursachen sie Probleme und Zusatzkosten im Abwassersystem.

„Regionale Kooperationen in der Abfallwirtschaft wie dieses Altstoffsammelzentrum sind ein wichtiger Beitrag, um auch für die Zukunft Lebensqualität und Nachhaltigkeit zu sichern“, sind die Bürgermeister der fünf Gemeinden überzeugt. Denn die Herausforderung, mit Ressourcen verantwortungsvoll umzugehen, wächst – und sie ist nur gemeinsam zu meistern.

Alle Informationen zum ASZ Königswiesen finden Sie hier. Weitere Informationen erhalten Sie auch bei unserer Umweltabteilung (T 697-175, umwelt@hard.at), sowie an der Infostelle im Rathaus (T 697-0, infostelle@hard.at)