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Spatenstich_neues_Schulzentrum

Schulzentrum der Zukunft

 

Mit dem Spatenstich für den Neubau der Schulen am See am 28. April wurden in Hard die Weichen in die Bildungszukunft gestellt. Bis 2018 soll nach den Plänen des Architekturbüros „Baumschlager Hutter Partners“ auf einer Fläche von rund 10.000 m2 ein Schulzentrum entstehen, das aktuellen wie künftigen Anforderungen im Bildungsbereich in höchstem Maße gerecht wird.

Im Jänner 2013 beschlossen die Gemeindevertreter der Gemeinde Hard den Bau eines neuen Schulzentrums für die Volks- und die Mittelschule Markt im Nahbereich der Sporthalle am See. Nach der Ausschreibung eines Architekturwettbewerbs im Jahre 2014, aus dem das Projekt des Dornbirner Architekturbüros „Baumschlager Hutter Partners“ einstimmig als Sieger hervorging, und intensiven Vorbereitungen wurde nun mit der Realisierung der Pläne begonnen. „Mit unserem neuen Schulzentrum sind wir für die Bildungszukunft  bestens gerüstet. Kinder und Lehrpersonen werden hier ein modernes, flexibles Umfeld zum Lernen und Unterrichten vorfinden, gleichzeitig gewährleistet der neue Schulstandort den nötigen räumlichen Spielraum, um auch auf künftige Erfordernisse im Bildungsbereich angemessen reagieren zu können“, erläutert Bürgermeister Harald Köhlmeier. Auch Bildungslandesrätin Dr. Bernadette Mennel unterstreicht die Bedeutung des Bauprojekts: „„Das neue Schulzentrum wird entscheidend dazu beitragen, die Schulen als wertvolles Lern- und Lebensfeld für die Schülerinnen und Schüler weiterzuentwickeln. Ich danke den Pädagoginnen und Pädagogen, die in ihrer täglichen Arbeit die Voraussetzungen schaffen, damit ein gutes Lernklima entsteht und jedes Kind seinen Freiraum zum persönlichen Wachstum nach Eignung und Neigung erhält.“
Schule als Lebensraum
Schulen sind heute weit mehr als nur Orte des Unterrichts, sie müssen als Lebensraum verstanden werden, an dem Kinder, Jugendliche und Lehrpersonen ob neuer Schulformen künftig noch mehr Zeit verbringen werden. Die neuen Schulen am See tragen dieser Entwicklung in vielerlei Hinsicht Rechnung.
Das neue Schulgebäude wird in sogenannte Cluster aufgeteilt, die aus mehreren Klassenräumen mit Lernbereichen und Lehrerzimmern sowie einem eigenen Zugang bestehen. Die Gestaltung der Cluster ermöglicht ein jahrgangs- und klassen-übergreifendes Unterrichten.
Die drei Innenhöfe sollen als Aufenthaltsorte Wohlfühlcharakter  haben und den Schülern Abwechslung bieten. Deshalb wird jeder Innenhof nach einem eigenen Thema gestaltet.
Im Schulrestaurant wird besonderes Augenmerk auf regionale Küche gelegt. Um bei den Kindern ein Bewusstsein für richtige Ernährung und gesunde Lebensmittel zu schaffen, werden sie die Möglichkeit haben, sich aktiv am Kochen und an der Pflege des schuleigenen Gemüse-, Kräuter- und Obstgartens zu beteiligen.  
Innovative Technik, umweltfreundliche Energieversorgung
Die neuen Schulen zeichnen sich durch den Einsatz innovativer Technik aus. Die intelligente Fassade etwa besteht aus Elementen der Heizung, Frischluftzufuhr und des Sonnenschutzes. Diese sind miteinander vernetzt und werden automatisch aktiviert, sobald dies erforderlich ist. Die neuartige Fassade leistet so einen wesentlichen Beitrag zur hohen Energieeffizienz des Gebäudes und sorgt - auch im Zusammenspiel mit weiteren Innovationen - für ein hohes Maß an Lufthygiene und ein optimales Raumklima. 
Bei der Energieversorgung bilden Umweltfreundlichkeit und Nachhaltigkeit wichtige Aspekte: Die Energie für das Beheizen der Räume sowie die Bereitung des Warmwassers liefert das bestehende Nahwärmenetz Hard, das die Abwärme eines Biomassekraftwerkes sowie industrielle Abwärme nutzt. Weiters wird auf dem Dach des Schulzentrums eine Photovoltaikanlage mit einer Modulfläche von rund 600 m2 installiert. Sie wird umweltfreundlichen Strom für den Eigenverbrauch der Schulen liefern. 
Die Fertigstellung der neuen Schulen am See ist für Schulbeginn 2018 geplant. Die Gesamtkosten für das Projekt liegen bei rund 42,5 Mio. Euro brutto. Ein Drittel der Kosten wird vom Land Vorarlberg gefördert.
Neubau „Schulen am See“
Generalplanung: Architekturbüro „Baumschlager Hutter Partners“
Baubeginn: Mai 2016
Geplante Fertigstellung: Schulbeginn 2018
Projektvolumen: ca. 42,5 Mio. Euro
Neues Schulzentrum
Außenansicht
Eingänge
Innenhof
Ansicht Nordost
Innenraum